November springtime

Der 1.11. ist offenbar ein Tag für besondere Shootings. War es vor 2 Jahren Natalie und letztes Jahr Ivonne, hatte ich dieses Jahr gleich 2 Damen vor der Kamera. Und zwar nacheinander! Das alles bei frühlingshaften Temperaturen!!! 20 Grad sind im November wirklich nicht normal. Aber da die Bilder in der Natur entstehen sollten, war uns das gerade recht.

Zum ersten Mal stand Annett vor meiner Kamera. Ein Nachmittag im Wald mit einer Menge toller Ergebnisse. Und zweitens Ronja, mit der ich dieses Jahr ja schon mehrfach geshootet habe. Die Bilder findet Ihr hier!

Danke erstmal an Annett. Es kommt nicht immer vor, dass ein „erstes Mal“ so kreativ und abwechslungsreich abläuft. Danke für Deine Inspiration und die tolle Zusammenarbeit.

Ein gutes Bild entsteht in der Kamera – oder: ist Bildbearbeitung nur was für Stümper!?

Das Thema ist nicht neu, sondern so alt wie die Fotografie selber. Und jeder Fotograf hat da seine eigene Sicht – dies hier ist meine.

Um eins mal gleich klar zu sagen: ich bin ein Freund der Bildbearbeitung. Und ich bin auch nicht dagegen, dort so weit zu gehen, wie es eben nötig ist.

Was am Ende zählt, ist das Ergebnis – sonst nix!!! Das was ich entweder vorab geplant hatte, oder was sich auch mal eben durch plötzliche Eingebung bei der Bearbeitung ergibt. Für mich sind alle Dinge, die ich dazu nutze im Endeffekt nur Werkzeuge, die mich bei meinem Schaffen unterstützen sollen.

Wer Photoshop und Co. in die Ecke „Bildmanipulation und Rettungsring für Stümper“ stellt, der vergisst, dass zu einem guten Bild jeder Schritt beiträgt, der nötig ist, um eben dieses Bild entstehen zu lassen. Dazu gehört eine gute Vorbereitung, genauso wie die korrekte fotografische Umsetzung vor Ort. Aber eben auch eine gute Aufbereitung der enstandenen Ergebnisse. Klar: es gibt Bilder, die sind fertig, wenn sie aus der Kamera kommen. Nachbearbeitung ist eher dem persönlichen Geschmack geschuldet, als der Notwendigkeit aus einem Zwischenschritt etwas finales zu machen.

Hier mal ein Beispiel aus einem aktuellen Shooting: hier hab ich es bei kleinen Anpassungen belassen. Man kann durchaus der Ansicht sein, dass schon das Ausgangsbild oben brauchbar ist. Aber ich mach es eben gern selber und lasse mir nicht vom Kamerahersteller vorgeben, wie meine Bilder auszusehen haben.

Screenshot-2014-LR

Screenshot-2014-11-09-19

Wer es aber grundsätzlich dabei belässt, der verschenkt in meinen Augen enorm viel Potential. Ein Stück Fleisch ist ja auch nicht fertig, wenn es aus der Pfanne kommt. Ein gute Soße, passende Beilagen und ein guter Rotwein(!) gehören dazu. Aber genau wie bei der Zubereitung einiges schief gehen kann, so kann auch bei der Wahl der Materialien bereits viel falsch gemacht werden. Der beste Koch kann nichts vernünftiges zubereiten, wenn das Gemüse faul und das Fleisch von minderer Qualität ist. Aber wer bitte gäbe sich mit einem rohen Stück Fleisch auf dem Teller zufrieden? Oder mit ungeschältem und ungeputztem Gemüse?

Ich hab die größte Hochachtung vor den Fotografen, die es verstehen, ihre Bilder bereits fix und fertig aus der Kamera zu holen. Einfach, weil sie beim Fotografieren bereits größte Sorgfalt beweisen, und dort darauf achten, das alles zusammen passt für das fertige Ergebnis.

Aber leider gibt es auch genügend, die diese Sorgfalt vermissen lassen, sich aber dennoch als Wahrer der „echten“ Fotografie hinstellen. Und ihre Ergebnisse als „naturgegeben“ oder „natürlich“ hin stellen. Mal gefragt: ist es natürlich, bei einem Menschen durch falsche Lichtsetzung unschöne Schatten zu produzieren oder auch Hautunreinheiten in einer Art und Weise aufleuchten zu lassen, dass selbst gestandene Dermatologen das Grausen bekommen? Hier frage ich: ist die Verweigerung von Bildbearbeitung nicht eher das Verschweigen des Eingeständnisses, das man es schlicht und einfach nicht kann? Wer auf Photoshop verzichten will, der muss mehr Zeit in eine vernünftige Lichtsetzung und Visagistik investieren. Um beim Beispiel zu bleiben: nicht jeder ist mit einer samtenen Haut gesegnet. Aber man kann einiges dafür tun, dass dies nicht zum Hauptmotiv wird. Ein gutes Bild benötigt einiges an Aufwand. So oder so

Wer das als „neuzeitlichen“ Kram abtut und behauptet, dass es früher ja so war, dass eben das Bild in der Kamera entstand, dem muss ich den alten Werbespruch von Kodak entgegen halten. „you push the button, we do the rest“. Es war schon immer so, dass ein Bild erst fertig war, wenn es auf einem Präsentationsmedium gelandet ist. Und bis dahin konnte viel passieren. Der Fotograf bedient die Kamera. Aber die Entwicklung und Ausbelichtung wurde oft aus den Händen gegeben. Und auch der, der es selber machte, muss gestehen, dass das Endergebnis nicht immer der Realität ensprach. Nachbelichten, Abwedeln, Tonen, Retuschieren. All das war früher auch schon möglich. Das gezielte Falschentwickeln (Pullen, Pushen, Cross-Processing) gang und gäbe. Und auch Kompositionen und Manipulationen waren möglich. Alles etwas aufwändiger, gewiss. Aber nicht unmöglich. Ich hab selber in der Dunkelkammer gestanden und gebastelt 😉

Das hier ist aus den 90ern:

MK 1200--49

Ich für mich versuche den Weg so zu gehen, dass das Endresultat stimmt. Dazu gehört Sorgfalt beim Shooten ebenso, wie das Nachbearbeiten andererseits. Eine Pose, Blick oder eine Perspektive kann ich in Photoshop und Lightroom nicht basteln. Eine versaute Belichtung nur in engen Grenzen retten. Licht-und Schattenspiel sind naturgegeben besser und echter, als wenn sie gebastelt werden. Aber ich kann ein gewünschtes Ergebnis erzeugen, wenn ich mir vorher über die dazu notwendigen Schritte Gedanken mache. Und da gehört die Bearbeitung nach dem Shooting eben auch dazu. Aber auch, sich mal zurück zu nehmen. Nicht zuviel des guten zu tun. Man kann es auch übertreiben, ja.

Hier mal ein Bild aus einem Shooting im Januar. Es sollten Bilder im Stile der 50er Jahre entstehen. Beim Shooten war dazu eine korrekte Lichtsetzung und Ausschnittswahl nötig. Auch musste ich auf den Ausdruck meines Models achten, um vernünftige Ausgangsbilder zu bekommen. In der nachfolgenden Bearbeitung hab ich dann die Haut bearbeitet und das Lichter/Schattenspiel verfeinert. In SilverEfex (meiner bevorzugten Schwarzweißsoftware) war dann die Umsetzung und Tonung an der Reihe.

Screenshot-2014- Piaf LR

Screenshot-2014-11-09-20.00b

Bei diesem Beispiel könnte man jetzt einwenden, dass es ja früher mit weniger Mitteln auch möglich war, Ergebnisse, wie das untere zu produzieren. Richtig! Ich sagte ja, dass ich große Hochachtung habe, vor denen, die das hin bekommen. Und um ein wenig back to basic zu gehen, greife ich auch hier und da ja zu meiner Minolta und versuche mich an analoger Fotografie. Einfach um das Gefühl nicht zu verlieren, dafür, worauf es ja am Ende ankommt. Aber das verbietet es mir ja nicht auch andere Wege zu gehen, wenn es dem Ergebnis dient.

Hier mal ein Bild, das rein analog entstanden ist. Hier halte ich mich in der Bearbeitung sehr zurück – abgesehen von den notwendigen Schritten, die es bei der Digitalisierung braucht. Ansonsten kommen nur die „klassischen“ Techniken der Kontrast- und Belichtungskorrektur, das Abwedeln und Nachbelichten, zum Zuge

FC-1-21

Es gibt aber auch Bilder, die kann ich mir ohne Photoshop und Co. kaum oder gar nicht vorstellen. Dazu gehören vor allem Kompositionen. Das Zusammenlegen von verschiedenen Bildern. Das drüber legen von Texturen oder auch einbringen von Dingen, die da eigentlich nicht hin gehören. Oder eben doch.

Das hier ist aus zwei verschiedenen Bildern entstanden. Und klappte auch nur durch klare Vorbereitung beim Shooten (z.B. Stativ, Modelführung, Belichtung). Wäre aber ohne Photoshop kaum möglich gewesen.

Screenshot-2014-Spiegel LR

Screenshot-2014-11-09-20.12b


Ums zum Ende zu bringen: Photoshop  und Co. sind kein Teufelszeug – ebensowenig aber auch immer und überall notwendig. Es gibt Fotografen, die beschränken sich auf wenige Minuten Bearbeitung und produzieren gute Ergebnisse. Andere brauchen Stunden. Wieder andere verzichten ganz drauf. Es gibt hier kein Falsch oder Richtig. Es gibt am Ende nur Bilder. Und die gefallen oder eben auch mal nicht. Es würde aber allen helfen, das ganze weniger dogmatisch zu sehen.

Es geht ums Bild – mehr nicht!

Aber auch nicht weniger!

Denn ein gutes Bild entsteht zuerst im Kopf!

Das kann weg…

…waren Tessis Worte – zumindest sinngemäß.

FC-2-9 (2)

Sie hatte mich vor einiger Zeit angefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr zusammen ein Trash The Dress zu machen. Ihr Kleid, dass sie im Schrank hängen hatte, wollte sie auf diesem Weg entsorgen. Eine durchaus seltene Gelegenheit, die ich gern annahm. Ich hatte mir einen kleinen Reigen überlegt, mit dem Finale im Schlamm. Zuerst gings mal ab in die Steine. Danach war das Wasser dran – und dann eben eine kleine Schlammschlacht. Ich kann nur Danke sagen für das zur Verfügung stellen des Kleides und den Einsatz, den sie da an den Tag legte. Denn die Temperaturen waren zwar erträglich aber doch nicht mehr auf Sommerniveau. Und in einem nassen Kleid läuft es sich auch nicht ganz so einfach. Ich hatte zugegeben auch meinen Spaß. Denn ein Model in den Schlamm zu befehlen, das hab ich auch nicht alle Tage 😉

a girl and a car…

…oder:

and now for something completeley different…

… nein, nun kommt nicht Monty Python um die Ecke. Obwohl das auch mal ne Idee wäre. Aber mir kam dieser alte Spruch spontan in den Kopf, als ich die Bilder bearbeitete. Die eine Serie, die ich mich Julia gemacht hatte, hab ich ja schon hier gezeigt. Und da ja auch angekündigt, dass da noch was war. Ich bin ja sonst eher ein Freund zurückhaltender Farben, eher persönlicherer Bilder. Aber warum nicht auch mal andere Bereiche betreten, wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt?
Julia hatte spontan einen Flitzer organisieren können. Einen Audi R8, den ein Freund von ihr fährt. Und der sich netterweise bereit erklärte, ihn für eine Bilderstrecke zur Verfügung zu stellen. Danke an Michèl an dieser Stelle. Meine Idee war spontan etwas mehr Farbe ins Spiel zu bringen als sonst, wobei ich mir eine düstere Kulisse nicht verkneifen konnte. Auch Julias Ausdrücke – eher arrogant-kühl gehalten, waren bewusst gewählt. Ich will nicht verschweigen, dass wir dennoch viel Spaß bei den Shooting hatten. Auch hab ich die Gelegenheit genutzt, mal wieder meine Blitze auszupacken, die ja sonst eher ein Schattendasein bei mir fristen (können Blitze eigentlich depressiv werden?). Was ich da unter anderem gemacht hab, das seht Ihr auf dem Titelbild zu diesem Beitrag. Ich hoffe, mir ist der kleine Ausflug gelungen.

follow me for more fun

follow me for more fun

hier wirds weniger ernst…

🙂

Samstag Abend, Julia und jede Menge Spaß!

„Blondes have more fun“ Der Titel war leider schon reserviert, wie ihr seht, wenn ihr dem hinterlegten Link folgt! Aber es scheint zu stimmen. Julia fragte mich kurzfristig, ob ich Lust hätte, mit ihr zu shooten. Wir hatten uns vor einiger Zeit schon mal getroffen. Damals wars eher verregnet. Diesmal war das Wetter mit uns. Wir haben uns wegen der Vorhersage spontan auf Samstag abend geeinigt. Das Licht war mit uns. Und sie konnte kurzfristig noch was organisieren. Was, das findet Ihr hier! Hier gings einfach um Spaß. Lebensfreude und Gefühl. Sie sprühte vor Energie und Ideen. Ich hab lang nicht mehr so viel gelacht bei einem Shooting – und es gibt eigentlich immer was zu lachen! Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir uns getroffen haben.

err acht

err acht – follow me!

hier geht´s zur Fortsetzung…

🙂

Wasser…

… wo sonst soll man im Sommer shooten? Entweder ist es warm, oder eben feucht. Es ist ein Element, dass Bildern eine besondere Atmosphäre gibt. Und wenn dann noch eine Frau wie Ronja daher kommt, die sich im Wasser pudelwohl fühlt, dann wird es zudem noch spaßig. Ich hatte Mühe sie wieder aus den Fluten raus zu bekommen. Sie erinnerte mich an die kleinen Kinder, die toben, bis die Lippen blau sind und sie am ganzen Körper zittern. Auch wenn man es auf den Bildern nicht sieht – sie hat am Ende wirklich gefroren. Auch dafür mein Dank für ihren Einsatz! Die Bilder sind aus zwei Shootings zusammen gefasst – ein See, ein Fluss und etwas Regen waren die Feuchtigkeitsspender.

Mehr von ihr gibt es hier, hier, oder auch hier 🙂

rotes Tuch II

Der eine oder andere erinnert sich bestimmt noch an die Bilder mit dem roten Tuch, die ich vor einiger Zeit gemacht habe.

Dieses Mal ging es zuerst einmal in die Stadt. Ein wenig gewagt – geb ich zu. Aber wir hatten uns eine Ecke ausgesucht, die nicht allzu arg frequentiert war an diesem Tag. Und die paar Leute, die vorbei kamen, fanden es durchaus amüsant. Ich muss auch Ronja ein Riesenkompliment machen, dass sie da so mutig mit gemacht hat.
Wir hatten aber noch eine zweite Location ausgewählt an diesem Tag – einen kleinen See. Der war eine willkommene Abwechslung bei dem heißen Wetter.

Dieses Thema – rotes Tuch – wird sich in Zukunft wohl noch öfters hier wieder finden. Es gibt genug Ideen dazu. Wobei ich auch dazu sagen muss, dass die Grundidee von Ronja stammt. Ich bin quasi ausführendes Organ. Füge Locations- und Umsetzungsvorschläge dazu. Sie arbeitet auch noch mit anderen Fotografen an dem Thema – so dass am Ende eine breite Galerie entstehen wird. Ich bin glücklich, da einen Teil zu beitragen zu dürfen.

 

 

ein Nachmittag am Bach…

Endlich war ich mal wieder mit Natalie unterwegs gewesen. Sie fühlte sich nicht so gut, hatte aber Lust auf ein paar Bilder. Also sind wir in einen nahe gelegenen Wald gegangen und haben einfach los gelegt. Ohne viel Theater – aber mit viel Natalie. Überraschenderweise war das Wetter besser als angekündigt. Was nun kein Nachteil war. Die Sonne stand noch recht hoch am Himmel, aber die Bäume brachten genug Schatten zustande, dass das Licht angenehm war. So wurde es ein kleines Shooting mit Ergebnisse zwischen gefühlvoll bis dramatisch.

 

Julia

Mal ein Shooting ohne großes Tamtam. Wir trafen uns an einem schönen Vormittag im Juli und hatten ein paar sehr entspanntes Shooting. Ich mag ihre Blicke sehr. Und ihr verzauberndes Lächeln. Ja! Auch sowas gibt es ab und an bei mir. Zwischendurch sind auch ein paar analoge Bilder entstanden, die Ihr hier findet. Danke liebe Julia, ich hab es sehr genossen.

 

red fabric

Eine kleine Bilderserie rund um das Thema „rotes Tuch“, was hier übrigens wörtlich zu nehmen ist. Aber das seht Ihr ja selber. Die liebe Ronja kam auf mich zu und brachte zum ersten gemeinsamen Shooting ein „paar“ meter roten Stoff mit. Damit haben wir uns dann in der unwirtlichen aber doch sehr reizvollen Umgebung ein wenig ausgetobt. Das gesamte Shooting umfasste noch mehr Ideen und Motive und war ungemein ertragreich. Das andere gibt es hier . Aber das hier finde ich so speziell, dass ich dem Thema einen eigenen Beitrag widmen will. Ich danke Dir für Deine Idee und Dein Vertrauen.

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: